Zolling,der 14.Mai 2012 (letztmals Überarbeitet

Dieser Haltungsbericht ist eine zweite Fassung. Überarbeitet wurde die erste Fassung,von Anderas S.Hennig. Hierfür bin ich ihm "Sehr Sehr Dankbar"

Für den Inhalt des Berichtes bin aber ich selbst voll Verantwortlich.

Die dritte und letzte Fassung ist in der RADIATA zu lesen.

Siehe hier auch unter Publikationen.

Im Anschluss an die deutsche Fassung,finden Sie eine Fassung auf englisch.

 

Ewald Roddewig

 

Meine Erfahrungen bei der Haltung und Zucht der Schwarzknopf-Höckerschildkröte, Graptemys nigrinoda nigrinoda Cagle, 1954

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Weibchen

 

Einleitung

Mit der Schwarzknopf-Höckerschildkröte (Graptemys nigrinoda) haben wir eine der kleiner bleibenden Graptemys-Arten vor uns, was sie für viele Wasserschildkröten-Liebhaber sehr interessant erscheinen lässt. Auch sind diese Schildkröten gegenwärtig noch recht preiswert zu bekommen – im Gegensatz zu der ebenfalls kleiner bleibenden Pracht- (Graptemys oculifera) und der Gelbtupfen-Höckerschildkröte (Graptemys flavimaculata). Es gibt Graptemys-Arten mit großen Köpfen wie Barbours Höckerschildkröte (Graptemys barbouri); deren adulte Weibchen haben im Gegensatz zu anderen Gattungsvertretern schon fast kinderfaustgroße Köpfe. Graptemys nigrinoda zählt zu den Höckerschildkröten mit kleinen schmalen Köpfen. Was allerdings bei sämtlichen Arten dieser Gattung auffällt, ist der deutliche Größenunterschied zwischen den Geschlechtern. So können weibliche Graptemys barbouri mehr als 20mal so viel wiegen wie ihre Männchen. Bei Graptemys nigrinoda nigrinoda ist der Unterschied nicht ganz so gewaltig. Mein größeres Weibchen wiegt etwa sechs bis sieben Mal so viel wie eins von meinen Männchen. In vielen Jahren Entwicklungsgeschichte hat die Natur perfekt entwickelte „Eierlegemaschinen“ geschaffen. Männchen hingegen brauchen nur hin und wieder einen Tropfen Sperma abgeben – also warum sollten sie dafür die Größe eines Weibchens benötigen?

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Weibchen

 

Im deutschen Zoofachhandel sind häufig nur noch die Falsche Landkarten- (Graptemys pseudogeographica pseudogeographica), die Mississippi- (Graptemys pseudogeographica kohnii) und die Ouachita-Höckerschildkröte (Graptemys ouachitensis) erhältlich. Diese Tiere werden auf amerikanischen Schildkrötenfarmen produziert. Der große Nachteil bei diesen importierten Jungtieren ist, dass man deren Geschlecht nicht erkennen kann. So erwerben Anfänger in der Schildkrötenhaltung weibliche Exemplare, die später größer werden als vom unerfahrenen Käufer gedacht. Diese sind damit häufig überfordert oder haben inzwischen ohnehin kein Interesse mehr an den Tieren. So werden die betreffenden Schildkröten abgegeben, beispielsweise in Reptilienauffangstationen. So genannte Tierschützer nehmen dies zum Anlass, gegen die Wildtierhaltung vorzugehen, lassen dabei jedoch vollkommen außer Acht, dass engagierte Terrarianer viele Erkenntnisse – Lebensweise, Verhalten, Fortpflanzung, Lebensdauer etc. – mit der Haltung in Menschenobhut gewonnen haben. Ohne diese wichtigen Erfahrungen und gesammelten Daten würde das Wissen um die Biologie zahlreicher Tierarten noch in den Kinderschuhen stecken, und der Schutz so mancher bedrohter Art wäre nicht möglich.

Graptemys nigrinoda nigrinoda ist in der Europäischen Union nur noch als Nachzucht zu bekommen. Es sei denn, man bekommt eine Genehmigung zur Einfuhr aus wissenschaftlichen Gründen. Die Preise für Nachzuchten sind liegen in einem Bereich, der im Regelfall einen möglichen Spontankauf unterbindet und einen möglichen Anfänger in der Schildkrötenhaltung dazu animiert, sich vor dem Kauf ausführlich zu informieren und das erforderliche Basiswissen erwirbt. Mir sind nicht einmal ein dutzend Graptemys-nigrinoda-nigrinoda-Züchter in Europa bekannt, so dass ein Neueinsteiger meist auf eine Warteliste kommt. Ich selbst habe so viele Anfragen, dass ich die sachkundigen Schildkröten-Liebhaber auswählen kann

 

Systematik

Klasse: Reptilien (Reptilia)

Ordnung: Testudinata (Schildkröten)

Unterordnung: Cryptodira (Halsbergerschildkröten)

Familie: Emydidae (Neuwelt-Sumpfschildkröten)

Gattung: Graptemys (Höckerschildkröten)

Art: Graptemys nigrinoda (Schwarzknopf-Höckerschildkröte)

Unterart: Graptemys nigrinoda nigrinoda (Nördliche Schwarzknopf-

Höckerschildkröte)

 

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Männchen

 

Erscheinungsbild

Die markanten schwarzen Höcker („Knöpfe“) auf dem Mittelkiel des Rückenpanzers verhalfen der erstmals 1954 von Cagle beschriebenen Graptemys nigrinoda nigrinoda zu ihrem Namen, im Wissenschaftlichen, im Englischen wie auch im Deutschen. Diese schwarzen Erhebungen werden bei den Weibchen mit zunehmendem Alter immer blasser und unauffälliger. Ins Auge fallen auch die schwachen, orangefarbenen Kringel auf den Carapaxschilden. Bei Schlüpflingen besitzt der Rückenpanzer eine hellgraue Grundfärbung; aber schon in den ersten Wochen wird er immer dunkler. Im Laufe der weiteren Jahre wird er noch dunkler bis hin zu einem schmutzig wirkenden Schwarzgrau, oft mit einem „Schuss“ Olivgrün. Der Bauchpanzer ist cremefarben, bisweilen leicht rosa-gelblich. An den Quernähten der Plastronschilde sind schwarze Balken sichtbar, die bei den Weibchen mit fortschreitendem Alter verblasst. Bei den Männchen kommt es mit zunehmendem Alter oft zu grauschwarz gefärbten Plastonschilden. Die Weichteile (Beine, Kopf und Schwanz) weisen eine kräftige weiße bis gelbliche Linienzeichnung auf. Auf der Kopfmitte, an den Augen vorbei, liegt ein Y-förmiges Zeichnungselement. Häufig ist auch je einen Punkt hinter den Augen zu finden.

Die Geschlechtsunterschiede können in der Regel nach rund zwei Jahren erkannt werden. Ab diesem Zeitpunkt werden die Weibchen (die ihre Geschlechtsreife mit fünf bis sieben Jahren erreichen) immer größer, während die männlichen Exemplare nur noch sehr wenig wachsen und schon mit etwa drei Jahren die Geschlechtsreife erreichen. Männchen besitzen lange Krallen an den Vorderfüßen. Der Schwanz ist dicker und länger als bei den Weibchen. Bei einem gerade liegenden Schwanz befindet sich die Kloake etwa einen Zentimeter hinter den Carapaxschilden, während diese bei den Weibchen mit den Panzerschilden abschließt. Der Bauchpanzer ist bei den Männchen nach innen gewölbt.

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Schlüpfling

 

Verbreitung und Lebensraum

Graptemys nigrinoda nigrinoda lebt in den Flüssen Tombigbee, Black Warrior und im Alabama River (US-Bundesstaaten Alabama und Mississippi). Diese Flüsse münden in die Mobile Bay, wo das Verbreitungsgebiet von Graptemys nigrinoda delticola liegt. So kann es schon mal zu Überschneidungen der Unterarten kommen.

Diese Regionen zeichnet ein heißer Sommer mit Temperaturen von 30 °C und mehr aus. In den Wintern können die Temperaturen schwanken und mit Schnee, Eis und Minustemperaturen gekennzeichnet sein. Hilfreich sind Klimakarten der jeweiligen Regionen, wie sie beispielsweise im Internet zu finden sind. Dies hilft stets bei der artgerechten Haltung unserer Pfleglinge.

Ein befreundeter Graptemys-Züchter bereiste im Sommer die oben genannten Regionen. Was ihn am allermeisten beeindruckte, war das helle Licht – so hell wie wir es in Europa nicht kennen

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Schlüpflinge

 

Lebensweise

Die Herkunftsgebiete aller Graptemys-Arten liegen in etwa auf den gleichen Breitengraden wie Mitteleuropa und Nordafrika. So gibt es mit Sommer und Winter je eine aktive und eine inaktive Jahreszeit. Die Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst sind in den nordamerikanischen Staaten kürzer . Und genau diese „schmuddeligen“ Übergangszeiten erlauben kaum eine Freilandhaltung in einem deutschen Gartenteich. Besser ist die Haltung von Höckerschildkröten im Gewächshaus oder Wintergarten.

Die aktive Jahreszeit beginnt mit den ersten warmen Tagen im Frühjahr. Von der Sonne angelockt, kommen die Schildkröten aus ihren Winterruheplätzen/Verstecken. Gern sonnen sie sich auf ins Wasser gefallenen Baumstämmen und bringen sich so auf „Betriebstemperatur“; wobei große Exemplare mit ihrem massigen Körper viel länger brauchen als kleinere Schildkröten . Wenn die Wassertemperatur 18-20 °C erreicht hat, beginnt Graptemys nigrinoda nigrinoda auch wieder mit der Nahrungsaufnahme. Erst dann können die Tiere auch wieder verdauen.

Der Tagesablauf sieht in etwa wie folgt aus: Von den ersten Sonnenstrahlen am frühen Morgen angelockt, kommen die Schildkröten zum Sonnenbaden. Hat nun der Körper eine Temperatur von 31 bis 34 °C erreicht, begeben sie sich auf Nahrungssuche ins Wasser . Dabei werden Wirbellose erbeutet und auch an Wasserpflanzen gefressen. Anschließend werden wieder die Sonnenplätze aufgesucht. Diese Verhaltensweise kann sich im Laufe des Tages mehrfach wiederholen.

Gleich nach der Winterruhe kommt es zu Paarungen. Das dabei übertragende Sperma kann bis zu drei Jahre vom Weibchen gespeichert werden. Vom späten Frühjahr bis zum Sommer werden meist ein bis drei Gelege abgesetzt. Graptemys nigrinoda nigrinoda legt in der Regel drei bis fünf Eier pro Gelege. Hierzu suchen sich die Weibchen geeignete Plätze. Diese können auch einige hundert Meter vom Wasser entfernt sein. Meist werden solche Eiablageplätze von mehreren Weibchen genutzt. Weibchen sind meist standorttreu, wobei Männchen auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen oft auf Wanderschaft gehen.

So vergehen die Tage bis zum Spätsommer und Herbst. In dieser Zeit werden von den Weibchen schon die Grundlagen für die Eier des kommenden Jahres geschaffen. Auch kommt es im Herbst vereinzelt zu Paarungen.

Nun beginnt die inaktive Jahreszeit. Die Schildkröten suchen sich meist am Bodengrund (im Schlamm oder in kleinen Höhlen in Ufernähe) einen Platz zum Überwintern. Die Temperatur kann bis auf 4 °C und auch noch etwas tiefer absinken. Umso niedriger die Temperatur, desto niedriger ist die Herzschlagfrequenz (bis zu fünf Herzschläge in zwei Minuten)

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Männchen

 

Meine Erfahrungen mit Graptemys nigrinoda nigrinoda

Es ist nicht immer einfach, eine Zuchtgruppe zusammenzustellen. So erwarb ich 2006 drei Nachzuchten aus dem Jahr 2005. Diese wurden bei etwa 28 °C inkubiert; ihr Geschlecht stellte sich später erwartungsgemäß als männlich heraus. Eine dieser Schildkröten verendete, die zwei anderen Exemplare gehören inzwischen zu meiner Zuchtgruppe. Im gleichen Jahr erwarb ich von einem anderen Züchter zwei Exemplare, die bei 30 °C inkubiert wurden; es handelte sich um Weibchen. Aus der gleichen Quelle erhielt ich im Sommer 2008 eine Zuchtgruppe, bestehend aus einem Männchen und zwei Weibchen). Das adulte Männchen und meine zwei kleinen Weibchen gab ich an dankbare Schildkrötenfreunde weiter. So pflege ich aktuell eine Zuchtgruppe mit 2,2 Graptemys nigrinoda nigrinoda.

 

Wachstum-Graptemys nigrinota nigrinota

Weib. Weib.2 NZ 202 Weib.1 NZ 2001 Män.1 NZ 2005 Män.2 NZ 2005

Datum Gramm CL. CM Gramm CL. CM Gramm CL. CM Gramm CL. CM Gramm CL. CM
15.03.06





29,00 5,70 20,00 5,10
13.04.06





34,00 6,20 26,00 6,00
20.05.06





44,00 6,80 39,00 6,80
18.06.05





48,00 6,90 46,00 6,90
31.07.06





60,00 7,50 56,00 7,20
26.09.06 13,00 4,50



69,00 7,80 75,00 7,60
12.11.06 13,00 4,50



71,00 7,80 67,00 7,60











30.01.07 13,00 4,50



70,00 7,80 67,00 7,60
04.03.07 16,00 4,80



71,00 7,90 71,00 7,60
22.04.07 24,00 5,50



81,00 7,90 75,00 7,70
03.06.07 42,00 6,50



86,00 7,90 78,00 7,80
07.07.07 51,00 7,00



89,00 8,00 79,00 7,80
08.08.07 68,00 7,60



93,00 8,00 82,00 7,80
21.09.07 100,00 8,60



95,00 8,00 84,00 7,80
04.12.07 105,00 8,90



92,00 8,00 82,00 7,80











07.03.08 104,00 8,90



87,00 8,00 80,00 7,80
07.04.08 130,00 9,50



94,00 8,00 85,00 7,80
03.05.08 140,00 9,80







16.06.08 170,00 10,60 484,00 14,80 671,00 17,20 92,00 8,00 82,00 7,80
30.07.08 193,00 11,30 470,00 14,80 677,00 17,20 92,00 8,00 83,00 7,80
26.08.08 224,00 11,70 486,00 14,80 680,00 17,20 93,00 8,00 84,00 7,80
28.10.08 227,00 11,70 497,00 14,80 690,00 17,20 92,00 8,00 85,00 7,90











18.02.09 222,00 11,70 500,00 14,80 693,00 17,20 91,00 8,00 83,00 7,90
19.03.09 225,00 11,70 501,00 14,80 705,00 17,20 91,00 8,00 82,00 7,90
03.05.09 abgegeb.
553,00 14,80 709,00 17,20 91,00 8,00 83,00 7,90
22.05.09

551,00 14,80 688,00 17,20 93,00 8,00 86,00 7,90
13.07.09

539,00 14,80 688,00 17,20 97,00 8,00 88,00 7,90
01.09.09

554,00 14,90 674,00 17,20 96,00 8,00 88,00 7,90
24.10.09

570,00 14,90 699,00 17,20 93,00 8,00 89,00 7,90











14.02.10

554,00 14,90 687,00 17,20 91,00 8,00 85,00 7,90
16.04.10

588,00 15,10 714,00 17,20 95,00 8,00 87,00 7,90
07.08.10

591,00 15,50 680,00 17,20 95,00 8,00 88,00 7,90
09.09.10

649,00 15,50 693,00 17,20 96,00 8,00 91,00 7,90
03.11.10

658,00 15,70 698,00 17,20 93,00 8,00 89,00 7,90











17.02.11

662,00 15,70 711,00 17,20 93,00 8,00 88,00 7,90
03.07.11

696,00 15,80 729,00 17,20 96,00 8,10 93,00 8,10
04.09.11

707,00 15,80 714,00 17,20 100,00 8,10 94,00 8,10
14.11.11

723,00 16,00 725,00 17,20 98,00 8,10 91,00 8,10











26.02.12

717,00 16,20 702,00 17,20 104,00 8,10 96,00 8,10
03.11.12

755,00 16,20 740,00 17,20 99,00 8,10 98,00 8,10











25.02.13

750,00 16,20 739,00 17,20 99,00 8,10 95,00 8,10
22.05.13

767,00 16,20 748,00 17,20 100,00 8,10 99,00 8,10
Graptemys nigrinoda nigrinoda,Männchen Umwirbt Weibchen

 

Aquaterrarien

Beide Graptemys-nigrinoda-nigrinoda-Männchen werden gemeinsam mit einer männlichen Graptemys barbouri in einem Becken mit den Maßen (Länge x Breite x Höhe) 60 x 60 x 60 cm und einem Wasservolumen von etwa 216 Litern gehalten. Das Graptemys-barbouri-Männchen beachtet die anderen Exemplare kaum. Die männlichen Graptemys nigrinoda nigrinoda hingegen sind häufig zusammen aktiv, und es kommt auch gelegentlich zu Balzverhalten (Krallenzittern). Nach meinen Beobachtungen wurde noch nie eine der drei Schildkröten unterdrückt; auch Krankheiten traten nie auf.

Den beiden adulten Weibchen stand ursprünglich ein Becken mit den Maßen 150 x 60 x 60 cm zur Verfügung (450 l Fassungsvermögen). Jedoch unterdrückte das größere Weibchen das kleinere, so dass eine andere Lösung gefunden werden musste. So teilt sich inzwischen das größere Weibchen das vorgenannte Aquaterrarium mit einer weiblichen Graptemys barbouri (22 cm Carapaxlänge). Diese beiden Schildkröten kommen gut miteinander zurecht und schreiten regelmäßig zur Eiablage. Das kleinere Weibchen lebt ohne sichtbare Probleme gemeinsam mit einer vierjährigen weiblichen Graptemys ouachitensis sabinensis in einem Aquaterrarium.

Aquaterrarium-Weibchen 2

 

Einrichtung

Als Bodengrund wird Spielsand verwendet (etwa 2-3 cm hoch), der vor dem Einbringen gewaschen wurde. Die Schildkröten wühlen gern im Sand und nehmen ihn gelegentlich auf, was wiederum der besseren Verdaung dient.

Etwa 50 % der Bodenfläche sind mit Natursteinplatten begedeckt. Auch Aufbauten wurden aus diesen Platten gestaltet, so dass die sich die Schildkröten auch einmal aus dem Wege gehen können. Die Platten sind so groß und schwer, dass sie von den Höckerschildkröten nicht verschoben werden können.

Nicht nur zur optischen Bereicherung für das menschliche Auge befindet sich ein Buchenast im Wasser. Dieser wurde zuvor etwa zwei Jahre lang gelagert, bevor er zum Einsatz kam. Die Gerbsäuren, die von dem Ast ins Wasser abgegeben werden, dienen dem Wohlbefinden und der Gesundheit der Schildkröten. Auch bilden sich mit der Zeit Algen auf dem Ast. Diese werden von den Tieren samt Rinde abgeweidet.

Zum Befüllen der Becken wird Leitungswasser verwendet. Alle drei Wochen wird ein Wasserwechsel vorgenommen. Dabei werden bis zu 90 % des Wassers gewechselt. Gelegentlich füge ich dem Wasser 2 g/l jodfreises Kochsalz hinzu.

Als Sonnenplatz schwimmt auf dem Wasser eine dicke Naturkorkinsel. Sie ist so fixiert, dass sie sich stets unter dem UV-Strahler befindet, und so dimensioniert, dass alle Schildkröten eines Beckens darauf Platz finden (und bei Bedarf auch dem wärmsten Bereich des Lichtkegels ausweichen können).

Nach oben hin sind die Aquaterrarien mit einem Holzkasten/Aufsatz verlängert, der etwa 35 cm hoch ist. Dieser verhindert eine Flucht der Schildkröten, insbesondere im Bereich des Landteiles, der zur Eiblage dient. Dieser Aufbau trägt zudem die mit Zeitschaltuhren gesteuerte Beleuchtung. Verwendet werden bei den Weibchen jeweils ein 160 Watt starker HQI-Strahler (Power Sun). Das Männchen-Becken ist mit einem 100-Watt-Strahler der gleichen Marke ausgestattet. Diese UV-Wärmestrahler sind so angebracht, dass sie etwa 30 cm über der Korkinsel – unerreichbar für die Schildkröten – hängen. Auf dem Sonnenplatz werden auf diese Weise direkt unter dem Strahler etwa 45 °C erreicht.

Die Schildkröten sollen sich beim Sonnenbaden vollständig abtrocknen können. So werden insbesondere ein Pilz- und Algenbefall verhindert. Auch wird durch Licht und Wärme das wachstumsbedingte Abstoßen der obersten Schilde gefördert. Bei heranwachsenden Höckerschildkröten werden die älteren Carapaxschilde nach eigenen Beobachtungen in der aktiven Jahreszeit mehrmals gewechselt, je nach Wachstum bis zu fünfmal in dieser Zeit. Mit Beginn der Geschlechtsreife werden nur noch einmal im Sommer die obersten Schilde abgestoßen. Weiter wird UVB-Licht genutzt um Vitamin B3 zu bilden. Dieses Vitamin ist lebensnotwendig für Schildkröten. Auf natürliche Weise wird Vitamin B3 nur beim Sonnenbaden unter UVB-Licht gebildet.

Aquaterrarium-Weibchen 1,dieses Becken (lins) geht noch läger weiter.in die Ecke

 

Die HOI-Strahler sind bei meinen Becken etwa einen halben Tag lang in Betrieb. In der restlichen Zeit des hellen Tages sind nur die Leuchtstoffröhren angeschaltet. Sicher könnte man die UV-Strahler den gesamten Tag über leuchten lassen, doch ist dies bei den ständig steigenden Strompreisen eher eine Kostenfrage. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es die Schildkröten lernen, ihre Sonnenbäder in dieser „verkürzten Zeit“ nehmen – was keineswegs gegen eine artgerechte Haltung spricht. Nur ohne UV-Strahler und ohne Sonnenbäder ist eine Haltung der sonnen- und lichthungrigen Höckerschildkröten meines Erachtens nicht möglich.

Im Becken-Unterbau (als Schrank gestaltet) befinden sich die Filter. Ich benutze nur einen Filtertyp: den Eheim Thermofilter Professional 2224. Die gewünschte Wassertemperatur kann gut und leicht über einen Regler eingestellt werden. So spare ich mir einen Heizstab (und sein möglichen Zerbrechen) im Becken und weniger Technik ist sichtbar. Die integrierte Heizung wird mit Hilfe einer Zeitschaltuhr geregelt. Sie ist zwischen 6.00 und 18.00 Uhr in Betrieb. So kühlt das Wasser in der Nacht um 2-4 °C ab, ähnlich wie in der Natur.

Je angefangene 250 l Wasser wird ein Eheim 2224 eingesetzt; so wird das gesamte Wasservolumen eines Beckens in einer Stunde mindestens einmal durch die Filter umgewälzt. Insgesamt habe ich für meine 15 Aquaterrarien 28 Filter im Einsatz. Ein weiterer Filter steht als Ersatz bereit.

Das jeweilige Filter-Ansaugrohr ist so angebracht, dass der Ansaugkorb an seiner Unterseite leicht gegen eine Platte gedrückt wird. So können die Höckerschildkröten den Korb nicht vom Rohr trennen. So vermeide ich Unfälle bei neugieren Exemplaren, wenn diese ihren Kopf in das Rohr stecken sollten und diesen durch den Sog nicht mehr herausbekommen und ertrinken können. Vom Auslaufrohr strömt das Wasser zurück direkt ins Becken, so dass eine deutliche Strömung entsteht. Die Filterkammern sind mit Tonröhrchen gefüllt, die wiederum mit einem groben Filterschwamm abgedeckt wurden. Feineres Filtermaterial ist meines Erachtens bei der Haltung von Wasserschildkröten nicht angebracht.Gereinigt werden die Filter nach Bedarf. Wichtig ist das Ansammeln von Bakterien im Filter, damit dieser ähnlich einer biologischen Kläranlage arbeiten kann.

Der Landteil/Eiablageplatz besteht aus einem rechteckigen Kunststoffbehälter. Dieser misst 55 x 35 x 30 cm und hängt, befestigt am oben genannten Aufsatz, zu etwa 70 % in das Wasser. So wird der Sand schon etwas über die Wassertemperatur erwärmt. An einer Seite des Landteiles befindet sich ein 50-Watt-Strahler, der über die Mittagszeit hinweg etwa drei Stunden lang eingeschaltet ist und den Landteil lokal erwärmt. Zusätzlich ist eine Heizmatte (6 W) seitlich hochkant im Sand eingegraben und rund um die Uhr in Betrieb. So hat der Sand unterschiedliche Temperaturbereiche, und die Weibchen haben die Wahl. Den sand halte ich stets griffig feucht, damit er beim Ausheben der Nistgrube nicht zusammenfällt. Damit die Weibchen den Eiablageplatz erreichen können, wurde eine Korkplatte so installiert, dass sie vom Wasser aus zum Eiablageplatz gelangen können.

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Schlüpflinge

 

Zucht

Für eine erfolgreiche Zucht halte ich die artgerechte, abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Ernährung für essenziell. Graptemys nigrinoda nigrinoda frisst nur sehr wenig Pflanzliches. Dies kann bei der Zusammensetzung des Schildkrötenpuddings oder mit algenreichen Pellets berücksichtigt werden. Gelegentlich werden auch Teile von Wasserpflanzen abgebissen.

In der Natur stehen den Höckerschildkröten zahlreiche Nahrungsarten zur Auswahl, abhängig von Jahreszeit und Lebensraum. Diese natürliche Vielfalt kann ich meinen Pfleglingen nicht immer bieten. Aus diesem Grund füttere ich auch Nahrungsbestandteile (stets fettarm), die im natürlichen Verbreitungsgebiet nicht vorkommen. So gewährleiste ich jedoch eine abwechslungsreiche Vielfalt.

Die Weibchen füttere ich täglich – bisweilen sehr reichlich, aber auch in Anlehnung an die Natur unregelmäßig. Wichtig ist nach meinen Beobachtungen das optimale Füttern von Eier legenden Weibchen bis kurz vor der Winterstarre. Denn im Herbst werden bereits die Follikel für die legereifen Eier des kommenden Jahres ausgebildet. Männchen fressen viel weniger, schon allein wegen ihres viel kleineren Körpers. Ich füttere sie nur jeden zweiten oder dritten Tag und verzichte auch auf Vitamingaben (bei beiden Geschlechtern), da diese meines Erachtens bei einer richtigen Ernährung nicht notwendig sind.

Auf dem Speiseplan meiner Graptemys nigrinoda nigrinoda stehen lebende Grillen, Schaben, Heuschrecken, Heimchen, alle möglichen Käfer, Raupen, Würmer, des Weiteren Garnelen, Gammerus, kleine Fische, Tintenfisch, Geflügelfleisch, Rinderherz, Schwarzkäferlarven (Zophobas), Mehlkäferlarven („Mehlwürmer“), Fliegen und Spinnen, Kellerasseln, Gehäuse- und Nacktschnecken, Mäusebabys und Vieles mehr. Beim Fangen einheimischer Wirbelloser achte ich darauf, dass es sich nicht um geschützte Arten handelt; in Deutschland heimische Amphibien werden wegen ihrer Bedrohung auf gar keinen Fall gefangen und verfüttert. Ich bevorzuge lebende Futtertiere, aber auch Gefriergetrocknetes oder Tiefgefrorenes verwende ich (natürlich nur aufgetaut). Schildkrötenpudding ist eine mögliche Nahrung, wenn er nach einem guten, ausgewogenen Rezept hergestellt wurde. Den Weibchen stehen immer Sepia-Schulpen zur Verfügung, um den hohen Kalziumbedarf zu befriedigen. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel von den Sepia-Schalen gefressen werden.

Neben der Ernährung ist das Verpaaren der nächste wichtige, nicht immer einfache Punkt. Mal möchte das Männchen aufreiten, aber das Weibchen lässt dies nicht zu. Auch zeigen die männlichen Exemplare bisweilen kein Interesse an ihren

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Gelege

 

Partnerinnen. Meist lassen die von mir gepflegten Weibchen nur einmal im Jahr eine Kopulation zu. Fast ausschließlich findet ein Aufreiten nur im unbeheizten Wasser statt, in der Regel nach erfolgter Winterstarre. Ich habe aber auch eine mir sicherer erscheinende Methode ausprobiert, die sehr gut vor der Winterstarre umzusetzen ist: Im Oktober wird zuerst im Männchen-Becken ein Wasserwechsel durchgeführt. Dabei wird kaltes Leitungswasser zum Wiederauffüllen verwendet. Anschließend geschieht dies analog bei den Weibchen. Nach einigen Stunden werden die Männchen zu den Weibchen ins Becken gesetzt, wo diese sofort umworben werden; die männlichen Exemplare schwimmen um die jeweils Umworbene herum, vereinzelt kann ich auch ein Krallenzittern beobachten. Bei der Kopulation selbst kommt es quasi zu einer „festen Verbindung“ des Männchens mit dem Weibchen. In der Regel sind die Partner so um die 20 Minuten miteinander verbunden. Zunächst verbleibt das Weibchen ruhig am Boden und das Männchen reitet auf. Nach einer Weile jedoch schwimmt das Weibchen mit dem immer noch an ihm hängenden Männchen durch das Aquaterrarium – und dies recht schnell und heftig (für mich als männlichen Betrachter doch eine mitfühlende Angelegenheit) bis zum Lösen der Verbindung. Aber nun ist etwas ganz Besonderes zu beobachten. Der nun freiligende Penis schaut wie die Blüte einer Ackerwinde aus, nur ist er dunkelblau bis anthrazit-schwarz gefärbt und bewegt sich mit eleganten Bewegungen wie eine Qualle in der Meeresströmmung. Doch schon nach kurzer Zeit ist diese Pracht durch die Kloake im Schwanz des Männchens verschwunden.

Hat sich ein Weibchen mehrfach und dann auch noch mit verschiedenen Männchen gepaart, kann es bei ein und demselben Gelege Schlüpflinge mit mehreren Vätern geben.

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Weibchen

 

Vorausgesetzt, die Höckerschildkröten wurden Mitte Februar aus der Winterstarre genommen, erfolgen die Eiablagen von meinen beiden Weibchen zwischen März und Juli. Schon zwei, drei Tage vor der Eiablage wird der Landteil aufgesucht. Es ist immer wieder unterschiedlich, wie oft der potenzielle Eiablageplatz „getestet“ wird: mal ein- oder zweimal oder auch bis zu sechsmal wird er inspiziert. Die Ablagen erfolgen entweder am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Ist der Sand nicht feucht genug und ist daher nicht optimal zum Anlegen einer Nistgrube geeignet, befeuchtet das legewillige Weibchen den Platz mit Wasser aus seiner Analblase. Anschließend wird mit den Hinterbeinen eine 12 bis 15 cm tiefe Grube ausgehoben. Nach dem Ablegen der Eier wird mit den Hinter- und auch Vorderbeinen der zuvor ausgehobene Sand zum Schließen der Nistgrube verwendet. Zum Abschluss rutscht das Weibchen mit dem Bauchpanzer über die verschlossene Grube. Für den gesamte Vorgang der Eiablage einschließlich dem Verschließen der Nistgrube benötigen die von mir gehaltenen Weibchen nicht einmal eine Stunde. In dieser Zeit darf sich allerdings niemand im gleichen Raum aufhalten, was das Beobachten natürlich erschwert.

Nun werden die weichschaligen Eier geborgen und vorsichtig von anhaftendem Substrat befreit. Sie wiegen etwa 14-16 g bei einer Länge von etwa 35-40 mm. Einer der beiden verwendeten Inkubatoren ist auf 26 °C eingestellt, der andere auf 30 °C. Bei 26 °C schlüpfen die Nachkommen nach 78-83 Tagen, und sie sind ganz sicher männlich. Nach nur 58-62 Tagen kommt es bei den bei 30 °C inkubierten Eiern zum Schlupf von weiblichen Exemplaren. So kann mit Hilfe der Bruttemperatur das Geschlecht bestimmt werden. Der Scheitelpunkt liegt also bei etwa 28 °C. Ich bebrüte die Eier stets bei gleichbleibenden Temperaturen (ohne Nachtabsenkungen). Als Brutsubstrat wird Vermiculit verwendet. Es wird gewässert und anschließend ausgedrückt, so dass eine angefeuchtete Masse verbleibt. Diese schütte ich in eine rechteckige Lebensmittelschachtel, bis diese zu vier Fünfteln gefüllt ist. Ich achte darauf, dass beides zusammen nun 450 g wiegt, um später beim Nachfeuchten besser kontrollieren und dosieren zu können.

Schlüpfling mit viel zu grossen Dottersack

 

In das Vermiculit wird für jedes Ei eine kleine Kuhle gekratzt; darin wird das jeweilige Ei, ohne es zu drehen, gebettet. Auf diese Weise ist das Ei etwa zu einem Drittel eingegraben. Ein Ei nach dem anderen wird so nebeneinander eingebettet. Mit einem kleinen Pinsel wird das Vermiculit vorsichtig glattgestrichen und etwas angedrückt, damit die Eier optimal am Brutsubstrat anliegen.

Nach nur 1-2 Tagen bildet sich ein weißer Fleck, der sich im Weiteren über das ganze Ei ausbreitet – das Anzeichen für die erfolgreiche Befruchtung. So wird aus dem zunächst eher glasig wirkenden ein richtig weißes Ei. Nicht befruchtete Eier werden bernsteinfarben glasig, fallen in sich zusammen und werden entfernt. Alle fünf Tage kontrolliere ich den Inkubator. Das Vermiculit wird bei Bedarf nachbefeuchtet und Wasser in der dafür vorgesehenen Schale des Inkubators ergänzt, um stets eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.

Nach einigen Versuchen hat sich die oben geschilderte Abfolge bei mir als am erfolgreichsten erwiesen. Nur habe ich auch feststellen müssen, dass sich die Gelege unterschiedlich entwickeln, und das bei genau gleicher Behandlung. Die Eier des kleineren Weibchens lassen sich viel leichter und mit größerem Erfolg zeitigen als die Gelege des größeren Weibchens. So gibt es gerade bei dem Letztgenannten Gelege, bei denen alle Eier aufblähen. Die weichschaligen Eier nehmen ja immer noch Feuchtigkeit, sprich Wasser, auf. Nur sollten sie dabei nicht aufblähen. Geschieht dies doch, kann man sie vorsichtig mit einer spitzen Nadel anstechen, um ihnen etwas vom Druck zu nehmen. Dieses habe ich nun schon mehrmals mit Erfolg angewendet.

Schlüpfen die kleinen Schildkröten, reißt zuerst die Eischale an einer Stirnseite auf. Dies lösen die Schlüpflinge mit Hilfe ihrer Eischwiele aus. Nun kann es mehrere Tage dauern, bis die Schildkröten vollständig aus ihren Eiern kommen. Ich gebe ihnen die notwendige Zeit und manipuliere nicht an den Eiern. Im Idealfall ist der Dottersack am Plastron eines Schlüpflinges soweit wie möglich aufgezehrt. Ist der Dottersack zu groß, können die betreffenden Exemplare sterben. Zu große Dottersäcke sind für mich immer ein Anzeichen, dass zu feucht inkubiert wurde. In einem solchen Fall hilft es, die Tiere leicht im Vermiculit einzugraben und sie im Inkubator zu belassen – so lange, bis sich der Dotter zurückgebildet hat. Diesen Zeitpunkt erkenne ich, wenn die Schildkröte herumläuft.

Eier im Inkubator

 

Können die kleinen Schildkröten aus dem Inkubator genommen werden, setze ich sie in eine Heimchendose mit etwa 5 mm Wasserstand; darauf lege ich einen Deckel und stelle alles bei ungefähr 28 °C nicht zu hell ab. Das Wasser dafür nehme ich aus den Becken der Elterntiere, damit Bakterien vorhanden sind und sich so eine Darmflora bei unseren Kleinen bilden kann. Nach 24 bis 48 Stunden ist ein möglicher kleiner Dottersack aufgebraucht und die Schildkröten beginnen mit dem ersten Fressen. Dazu kommen sie in ein kleines Aufzuchtbecken mit einem Wasserstand von etwa 10 cm. Eingerichtet ist es mit einer kleinen Natursteinpyramide zum Klettern, ein paar Wasserpflanzen und einer kleinen Korkinsel. Mit einem Heizstab wird das Wasser auf 28-30 °C erwärmt. Sofort können die kleinen Schildkröten sehr gut schwimmen.

Gefüttert werden beispielsweise Mückenlarven, Wasserflöhe, kleine Regenwürmer, Bachflohkrebse und Fliegen. Es ist erstaunlich, was alles und wieviel gefressen wird. Ich füttere zweimal am Tag soviel, dass keine Futterreste übrigbleiben. Nach nur zehn Tagen fressen die Jungtiere alles, was auch ihre Eltern fressen (nur häufig entsprechend „mundgerecht“ zerkleinert).

Einige Tage später setze ich sie in ein größeres Aufzuchtbecken. Schon nach kurzer Zeit kommen sie sehr gut mit einem noch höheren Wasserstand zurecht. Im Alter von drei Wochen überführe ich die gewandten Schwimmer in ein eingerichtetes Aquaterrarium mit 250 l Wasser (Wasserstand 60 cm). Von hier werden sie an interessierte und sachkundige Wasserschildkröten-Liebhaber abgegeben.

Liegt das Schlupfgewicht bei etwa 9-12 g und ist der 35-40 mm lange Rückenpanzer zu diesem Zeitpunkt noch fast kreisrund, ist nach wenigen Wochen die Nabenspalte nicht mehr zu sehen und aus dem noch weichen Panzer beim Schlupf ist ein viel festerer, unbeweglicher geworden.

Tabellen zu den Gelegen meiner Graptemys nigrinoda nigrinoda.

 

Graptemys nigrinoda nigrinoda – Weibchen Nr.1
Datum Gelege Eier Ei Gewicht Länge Breite Temp. Zeit Allgemeines
30.03.2011 Nr.1 4 1 12,80 g 3,72 cm 2,88 cm 26°C 85 Tage 8,75 g-a.i.Ordnug
      2 13,10 g 3,89 cm 2,88 cm 26°C   stecken geblieben
      3 13,70 g 3,98 cm 2,93 cm 26°C   stecken geblieben
      4 12,75 g 3,82 cm 2,92 cm 26°C   stecken geblieben
16.04.2011 Nr.2 5 1 15,85 g 4,12 cm 2,69 cm 26°C 85 Tage gestorben
      2 14,55 g 4,09 cm 2,63 cm 26°C 86 Tage 10,75 g-a.i.Ordnung
      3 13,10 g 3,81 cm 2,47 cm 26°C 84 Tage 10,15 g-a.i.Ordnung
      4 14,15 g 4,06 cm 2,55 cm 26°C   unbefruchtet
      5 13,45 g 3,97 cm 2,60 cm 26°C 85 Tage 10,35 g-a.i.Ordnung
01.05.2011 Nr.3 3 1 13,75 g 3,88 cm 2,50 cm 26°C   unbefruchtet
      2 14,10 g 3,51 cm 2,21 cm 26°C   unbefruchtet
      3 4,55 g 2,33 cm 1,66 cm     nicht inkubiert
18.05.2011 Nr.4 4 1 11,85 g 3,63 cm 2,41 cm 26°C 84 Tage 9,65 g-a.i.Ordnung
      2 12,35 g 3,88 cm 2,39 cm 26°C 85 Tage 9,85 g-a.i.Ordnung
      3 12,75 g 3,74 cm 2,53 cm 26°C 85 Tage 10,15 g-a.i.Ordnung
      4 13,10 g 3,69 cm 2,41 cm 26°C 85 Tage 10,45 g-a.i.Ordnung
02.06.2011 Nr.5 3 1 12,90 g 3,82 cm 2,44 cm 26°C   unbefruchtet
      2 12,75 g 3,82 cm 2,43 cm 26°C   unbefruchtet
      3 12,20 g 3,80 cm 2,43 cm 26°C   unbefruchtet
17.06.2011 Nr.6 4 1 12,60 g 3,59 cm 2,46 cm 26°C 89 Tage 9,20 g-a.i.Ordnung
      2 12,35 g 3,89 cm 2,46 cm 26°C 86 Tage 9,75 g-a.i.Ordnung
      3 12,30 g 3,87 cm 2,47 cm 26°C 86 Tage 9,15 g-a.i.Ordnung
      4 12,35 g 3,86 cm 2,47 cm 26°C 87 Tage 9,15 g-a.i.Ordnung
03.07.2011 Nr.7 2 1 12,55 g 3.98 cm 2,38 cm 26°C   unbefruchtet
      2 12,65 g 3,98 cm 2,40 cm 26°C   unbefruchtet
22.07.2011 Nr.8 3 1 11,25 g 3,70 cm 2,28 cm 26°C 82 Tage 8,45 g-a.i.Ordnung
      2 12,45 g 3,90 cm 2,39 cm 26°C 83 Tage 10,40 g-a.i.Ordnung
      3 12,70 g 3,69 cm 2,39 cm 26°C 82 Tage 8,35 g-a.i.Ordnung
    28              
29.03.2012 Nr.1 4 1 13,65 g 4,00 cm 2,41 cm 26°C   unbefruchtet
      2 14,10 g 4,05 cm 2,41 cm 26°C   unbefruchtet
      3 14,15 g 4,00 cm 2,42 cm 26°C   unbefruchtet
      4 13,75 g 4,00 cm 2,42 cm 26°C   unbefruchtet
17.04.2012 Nr.2 6 1 13,35 g 3,95 cm 2,31 cm 26°C   beim Schlüpfen verstorben
      2 13,95 g 4,00 cm 2,41 cm 26°C 82 Tage 10,90 g-a.i.Ordnung
      3 13,60 g 3,95 cm 2,38 cm 26°C 84 Tage 10,90 g-a.i.Ordnung
      4 13,25 g 3,85 cm 2,38 cm 26°C   unbefruchtet
      5 13,35 g 3,80 cm 2,29 cm 26°C 82 Tage 10,85 g-a.i.Ordnung
      6 12,75 g 3,75 cm 2,28 cm 26°C 80 Tage 10,60 g-a.i.Ordnung
03.05.2012 Nr.3 4 1 12,95 g 3,71 cm 2,48 cm 26°C 81 Tage 10,05 g-a.i.Ordnung
      2 12,60 g 3,70 cm 2,48 cm 26°C   unbefruchtet
      3 13,70 g 3,90 cm 2,46 cm 26°C 82 Tage 11,35 g-a.i.Ordnung
      4 12,45 g 3,65 cm 2,40 cm 26°C 82 Tage 10,10 g-a.i.Ordnung
27.05.2012 Nr.4 5 1 10,65 g 3,52 cm 2,37 cm 26°C 83 Tage 7,75 g-a.i.Ordnung
      2 12,35 g 3,69 cm 2,37 cm 26°C 81 Tage 7,90 g-a.i.Ordnung
      3 9,65 g 3,49 cm 2,35 cm 26°C 79 Tage 8,05 g-a.i.Ordnung
      4 8,50 g 3,55 cm 2,25 cm 26°C 76 Tage 6,95 g-a.i.Ordnung
      5 10,75 g 3,70 cm 2,23 cm 26°C 82 Tage 8,15 g-a.i.Ordnung
14.06.2012 Nr.5 3 1 10,50 g 3,51 cm 2,25 cm 26°C 82 Tage 8,10 g-a.i.Ordnung
      2 11,75 g 3,90 cm 2,36 cm 26°C 82 Tage 8,35 g-a.i.Ordnung
      3 10,50 g 3,51 cm 2,29 cm 26°C 77 Tage 8,75 g-a.i.Ordnung

 

Weibchen Nr.2
Datum Gelege Eier Ei Gewicht Länge Breite Temp. Zeit Allgemeines
17.04.2011 Nr.1 5 1 13,00 g 3,94 cm 2,47 cm 26 °C 85 Tage 9,65 g-a.i.Ordnung
      2 12,05 g 3,71 cm 2,33 cm 26 °C 85 Tage 9,30 g-a.i.Ordnung
      3 13,60 g 3,91 cm 2,71 cm 26 °C 83 Tage 9,75 g-a.i.Ordnung
      4 12,95 g 3,91 cm 2,42 cm 26 °C 85 Tage 9,65 g-a.i.Ordnung
      5 13,85 g 3,91 cm 2,52 cm 26 °C 85 Tage 10,35 g-a.i.Ordnung
10.05.2011 Nr. 2 5 1 13,65 g 3,96 cm 2,51 cm 30,5°C   unbefruchtet
      2 13,35 g 3,89 cm 2,47 cm 30,5°C   unbefruchtet
      3 13,45 g 3,89 cm 2,53 cm 30,5°C   unbefruchtet
      4 12,55 g 3,77 cm 2,41 cm 30,5°C   unbefruchtet
      5 13,05 g 3,75 cm 2,50 cm 30,5°C   unbefruchtet
02.06.2011 Nr.3 3 1 12,25 g 4,09 cm 2,52 cm 26 °C 83 Tage 11,15 g-a.i.Ordnung
      2 13,65 g 3,87 cm 2,50 cm 26 °C 82 Tage 12,65 g-a.i.Ordnung
      3 10,20 g 3,53 cm 2,22 cm 26 °C 82 Tage 7,65 g-a.i.Ordnung
23.06.2011 Nr.4 5 1 11,40 g 3,37 cm 2,39 cm 26 °C 80 Tage 8,15 g-a.i.Ordnug
      2 11,25 g 3,37 cm 2,38 cm 26 °C 81 Tage 8,25 g-a.i.Ordnung
      3 11,75 g 3,37 cm 2,49 cm 26 °C 83 Tage 10,30 g-a.i.Ordnung
      4 11,70 g 3,38 cm 2,40 cm 26 °C 82 Tage 8,85 g-a.i.Ordnung
      5 11.70 g 3,38 cm 2,39 cm 26 °C 83 Tage 8,45 g-a.i.Ordnung
13.07.2011 Nr.5 4 1 12,10 g 3,67 cm 3,48 cm 26 °C 84 Tage 9,85 g-a.i.Ordnung
      2 11,65 g 3,36 cm 2,45 cm 26 °C 82 Tage 10,35 g-a.i.Ordnung
      3 13,05 g 3,90 cm 2,50 cm 26 °C ----------- stecken geblieben
      4 12,20 g 3,67 cm 2,44 cm 26 °C 83 Tage 10,45 g-a.i.Ordnung
    22              
20.04.2012 Nr.1 5 1 14,55 g 4,00 cm 2,39 cm 26 °C   beim Schlüpfen verstorben
      2 12,15 g 3,81 cm 2,39 cm 26 °C 84 Tage 8,40 g-a.i.Ordnung
      3 12,20 g 3,80 cm 2,40 cm 26 °C   unbefruchtet
      4 13,80 g 3,97 cm 2,39 cm 26 °C 83 Tage 10,55 g-a.i.Ordnung
      5 14,55 g 3,99 cm 2,59 cm 26 °C 80 Tage 10,20 g-a.i.Ordnung
05.05.2012 Nr.2 4 1 12,80 g 3,87 cm 2,48 cm 26 °C 83 Tage 9,75 g-a.i.Ordnung
      2 13,40 g 3,88 cm 2,49 cm 26 °C 79 Tage 11,40 g-a.i.Ordnung
      3 13,25 g 3,89 cm 2,49 cm 26 °C 81 Tage 10,25 g-a.i.Ordnung
      4 13,85 g 3,95 cm 2,49 cm 26 °C 81 Tage 10,90 g-a.i.Ordnung
20.05.2012 Nr.3 3 1 13,80 g 3,89 cm 2,49 cm 26 °C 81 Tage 10,85 g-a.i.Ordnung
      2 13,50 g 3,89 cm 2,49 cm 26 °C   unbefruchtet
      3 12,65 g 3,79 cm 2,41 cm 26 °C 80 Tage 9,10 g-a.i.Ordnung
05.06.2012 Nr.4 5 1 10,75 g 3,69 cm 2,25 cm 26 °C 79 Tage 8,35 g-a.i.Ordnung
      2 11,70 g 3,69 cm 2,33 cm 26 °C 81 Tage 8,65 g-a.i.Ordnung
      3 12,15 g 3,72 cm 2,39 cm 26 °C 77 Tage 9,00 g-a.i.Ordnung
      3 11,65 g 3,68 cm 2,29 cm 26 °C 81 Tage 8,35 g-a.i.Ordnung
      4 11,75 g 3,69 cm 2,39 cm 26 °C 81 Tage 8,40 g-a.i.Ordnung
20.06.2012 Nr.5 3 1 12,40 g 3,80 cm 2,39 cm 26 °C 82 Tage 8,85 g-a.i.Ordnung
      2 10,70 g 3,52 cm 2,29 cm 26 °C 82 Tage 8,40 g-a.i.Ordnung
      3 12,45 g 3,80 cm 2,39 cm 26 °C 80 Tage 8,80 g a.i.Ordnung
Eiablageplatz

 

Winterstarre

Die Winterstarre führen meine Graptemys nigrinoda nigrinoda im unverändert eingerichteten Aquaterrarium im Schildkrötenkeller durch. Bis Mitte Oktober wird die Wassertemperatur auf 20-22 °Cgesenkt. Ab diesem Zeitpunkt bekommen die Schildkröten kein Futter mehr. Anfang November wird das Wasser bis auf etwa Panzerhöhe abgelassen. Filter und Heizung werden ausgeschaltet, ebenso wird die Raumheizung auf Null geregelt. Das Licht bleibt noch eine Woche für sechs Stunden am Tag an. Die Fenster bleiben offen, und so sinken die Temperaturen weiter. Nach zwei Wochen liegen die Temperaturen bei etwa 10-12 °C. Die Tiere sind dann bereits sehr träge. Im weiteren Verlauf sinken die Temperaturen meist bis auf 4 °C ab. Ein Einfrieren des Kellers verhindert das Thermostat am Raumheizkörper.

Einige Schildkröten halten sich vollständig im Wasser auf, andere liegen mit einem Teil ihres Körpers außerhalb des Wassers. Einzelne Exemplare befinden sich jedoch vollkommen „auf dem Trockenen“ (auf einem Stein). Immer wieder werden auch die Positionen gewechselt. Bis Mitte Februar kontrolliere ich alle fünf Tage, mit einer schwachen Taschenlampe ausgerüstet, die Becken und Schildkröten.

Mitte Februar wird der Heizkörper wieder aufgedreht, und langsam erwärmt sich alles. Das Licht wird für sechs Stunden am Tag eingeschaltet. Wichtig sind die Strahler, damit Sonnenbäder genommen werden können. Nach einigen Tagen wird schrittweise der Wasserstand erhöht. Die Filter und die darin enthaltenen Thermoheizungen sind inzwischen wieder in Betrieb. Nach zehn bis zwölf Tagen erreichen Raum- als auch Wassertemperatur etwa 20 °C. Die Schildkröten haben nun wieder Appetit. Ich gebe ihnen zunächst leicht verdauliche Nahrung wie zum Beispiel Bachfohkrebse oder Regenwürmer. Anfang bis Mitte März beginnt die aktive Jahreszeit.

Graptemys nigrinoda nigrinoda-meine Zuchtgruppe

 

 

Krankheiten

Bis auf Panzerverletzungen bei meinem kleinen Weibchen (an den Hornschilden des Rückenpanzers), deren Ursprung mir rätselhaft ist, kann ich von keinen weiteren Verletzungen oder Erkrankungen berichten. Die erwähnten Panzerverletzungen heilen aber ohne Unterstützung.

 

Ein Mitbewohner

 

Mitbewohner

Während der aktiven Jahreszeit befinden sich Guppys und Saugwelse in den Aquaterrarien. Die Guppys fressen kleine Futterreste der Schildkröten und sorgen damit für eine längere Laufzeit der Filter. So lange die Fische nicht schwächeln, geschieht ihnen nichts. So sind sie ein ergänzendes, naturnahes Futter. Die Welse halten Steine, Wurzeln und Scheiben sauber. Extra gefüttert werden die Fische nicht.

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Weibchen

 

Zusammenfassung

Graptemys nigrinoda nigrinoda ist eine sehr schöne, kleinbleibende und interessante nordamerikanische Wasserschildkröte. Sie ist sowohl für den erfahrenen Schildkrötenfreund als auch für sachkundige Neueinsteiger ein empfehlenswerter Pfegling. Auch ist sie noch für einen erschwinglichen Preis zu erwerben. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist sie durch die Verbauung ihrer Habitate gefährdet. So kann auch die Haltung in Menschenobhut zur Bestandserhaltung beitragen. Mich persönlich würde es sehr freuen, wenn der Kreis der Graptemys-Freunde in den kommenden Jahren größer werden würde. Hierin sehe ich auch einen großen Teil meiner Arbeit.

Schlüpflinge am ersten Tag

 

Anhang 1. am 22.August.2011

Hier möchte ich ein Beispiel,welches sich heute beim Schlüpfen von zwei Graptemys nigrinoda nigrinoda,sehr gut zu Ersehen ist, erläutern. Nehmlich den Grössenunterschied von Eiern in ein und dem selben Gelege und dann den Grössenunterschied bei den Schlüpflingen.

Also mein Weibchen 2. setzte am 2.Juni 2011 ein Gelege von drei Eiern ab. In der Regel sind es fünf und dann sind die Eier auch immer etwas kleiner,so in etwa um die drei Gramm.

Ein Ei aus dem Gelege wog 27,10 Gramm und ein Ei wog 20,15 Gramm. Solche Unterschiede kommen nur sehr selten vor. Meistens liegen die Eier eines Geleges in einem Bereich von bis zu zwei Gramm Unterschied.

Schlüpflinge am ersten Tag

 

Heute am 22.August 2011 schlüpften nun die kleinen Graptemys nigrinoda nigrinoda,nach 82 Tagen,bei 26°C inkubiert,also sicher Männchen. Beide hatten einen normal grossen Dottersack,so wie es sein sollte. Gleich beim Herausnehmen aus dem Inkubator viel mir der Grössenunterschied der zwei Schlüpflinge auf. Bei dem grösseren Schlüpfling war nur noch die reine Eierschale ohne jegliches Eiweiß vorhanden. Beim kleineren Schlüpfling war die Eischale (innen) noch etwas klebrig Feucht mit Eiweiß.

Schlüpfling 1: das Ei 27,10 Gramm / der Schlüpfling 25,25 Gramm.

Schlüpfling 2: das Ei 20,15 Gramm / der Schlüpfling 14,95 Gramm.

Auf den nebenan gezeigten Bildern ist der Grössenunterschied deutlich zu ersehen.

Gruss Ewald Roddewig

Hier kann man die Frassstellen genau sehen.

 

Zolling,der 24.Juni 2012

Anhang/Ergänzung

Welzfrass

Seit nun drei Jahren habe ich das Phänomen,dass immer im Sommer bei meinen zwei Weibchen,von Graptemys nigrinoda nigrinoda der Rückenpanzer Beschädigungen aufweist.(siehe Bilder). Immer wenn die Verletzungen des Vorjahres fast Verheilt sind,sind von Heute auf Morgen wieder neue Vorhanden. Seit drei Jahren habe ich Gerätselt von wo her kommen diese!

Nirgendwo gibt es bei der Einrichtung scharfe Kanten,an denen die Tiere diese sich zugezogen haben könnten. Meine Vermutung ging dahin,das die Weibchen vom Eiablageplatz sich Ungeschickt ins Wasser fallen lassen,so das sie sich die Verletzungen an den Kanten der Glasscheiben zugezogen haben könnten. Aber dies schien mir sehr Unwahrscheinlich.

Nun in diesem Jahr,sind Sie bei Weibchen 2. besonders ausgeprägt. Und da konnte ich Beobachten(am Abend) wie einer meiner Saugwelze (Ancistrus)am Panzer frass. Das tun sie eigentlich während der ganzen aktiven Jahreszeit. Auch lassen sich die Schildkröten so ganz gern mal den Panzer putzen. Sie liegen am Boden,halten Still und ich gehe davon aus das sie es gerne über sich ergehen lassen. Nur zu dieser Zeit wurden gerade die Panzerschilden gewechselt. Die neuen Schilden sind noch ganz weich wie Gummi und so haben die Welze diese gefressen. So konnte man,in diesem Jahr gerade bei Weibchen 2., die Frassspuren genau erkennen.

Da die Welze gerne bei Dunkelheit aktiv sind geschah dies meist in der Nacht und ich war dann Verwundert,wie ist das so Plötzlich gekommen. Schildkröten sind ja nicht besonders Schmerzempfindlich und so hat es die Weibchen nicht weiter gestört,vermute ich mal.

Auch hier sieht man gut die Frassstellen.

 

Was kann man nun tun,damit es zu keinen ernsthaften Schäden kommt,zum Beispiel einer eitrigen Panzernektrose.

Ist es zu Eitrigen Stellen gekommen,die eventuell schon das Knochengerüst in Mitleidenschaft gezogen haben,dann muss man Unbedingt zu einem Reptilienkundigen Tierarzt gehen. Nur der ist in der Lage hier die Richtigen Maßnahmen einzuleiten und vorzunehmen.

Ist noch keine eitrige Stelle zu sehen,dann reicht es dem Wasser jodfreies ganz einfaches Kochsalz

hinzuzufügen. Laut Aussage von Herrn Dr. Thomas Friz (Auffangstation für Reptilien in München) können das bis zu 10 Gramm pro Liter Wasser sein. Zehn Gramm,dass ist aber nur bei sehr Akuten Fällen von Nöten. In der Regel reichen bis zu fünf Gramm. Selbst bei fünf Gramm schmeckt das Wasser schon wie Brackwasser.

Die Übeltäter

 

Grundsätzlich ist es immer Möglich,nach einem Wasserwechsel,dem Wasser Salz zuzufügen. Normal sind hier circa zwei Gramm,pro Liter. Ich tue dies auch aber nur noch in etwa bei jedem dritten Wasserwechsel.

In Zukunft werde ich in der Zeit des Schildenwechsels die Welze aus dem Aquaterrarium nehmen.

Ansonsten leisten sie ja viel gutes in dem sie Futterreste fressen und Scheiben,und Einrichtung Algenfrei halten.

Graptemys nigrinoda nigrinoda-Paar
Graptemys nigrinoda nigrinoda-beim Schlüpfen
Graptemys nigrinoda nigrinoda-Schlüpflinge
Graptemys nigrinoda nigrinoda-Weibchen.Carapax-Ansicht
Graptemys nigrinoda nigrinoda-Weibchen,Plastrom-Ansicht

 

My Experiences with the Keeping and Propagation of the Black-knobbed Sawback, Graptemys nigrinoda nigrinoda CAGLE, 1954

 

Introduction

With the Back-knobbed Sawback (Graptemys nigrinoda), we look at one of the smaller species of Graptemys – a fact that triggers the fancy of many a friend of aquatic turtles. These turtles furthermore require only a relatively small investment at present, which is something that cannot be said about the other small-sized species such as the ringed (Graptemys oculifera) and yellow-blotched map turtle (Graptemys flavimaculata). There are large-headed species of Graptemys like Barbour's map turtle (Graptemys barbouri) in which adult females have heads the size of a child's fist. Graptemysnigrinoda, in contrast, belongs to the Sawback map turtles that have small heads. What is noteworthy in all species of this genus, though, is the distinct difference in size and weight between the sexes. My observations indicate that large female Graptemys barbouri may weigh more than twenty times as much as their male counterparts. In Graptemys nigrinoda nigrinoda, this difference is not quite as extreme. The largest female in my care weighs just about six to seven times as much as one of my males. Over millions of years of evolution, Nature has here created perfect "egg-laying machines", whereas males just have to contribute a drop of sperm every now and then, so why should they grow to the same size as a female? The German pet trade offers mainly the false (Graptemys pseudogeographica pseudogeographica), the Mississippi (Graptemys pseudogeographica kohnii), and the Ouachita map turtle (Graptemys ouachitensis) to the enthusiast. These forms are commercially propagated in American turtle farms. A major disadvantage of these imported juveniles is that there are no indications yet which sex they might be. This results in beginners in turtle keeping acquiring specimens that, years later, turn out to be females and grow to sizes that by far exceed the expectations of the inexperienced buyer. They often do not know how to handle this situation, or have lost interest in the meantime anyway. The respective turtles are then dumped, for example, at reptile rescue stations. This scenario provides so-called animal activists with ammunition to demand that the private keeping of wild animals be banned in general, ignoring entirely the fact that serious terrarium keepers contribute substantially to the knowledge of wild animals in the sectors of ecology, ethology, reproductive biology, life expectancy etc. in particular, which is information that would not be available if it were not for turtles in responsible human care. Without these major realizations and data collections, our knowledge of the biology of numerous animal species would still be very deficient, and effectively protecting threatened species would not be possible in many cases. In the countries of the European Union, Graptemys nigrinoda nigrinoda is usually available only in the shape of captive-bred specimens. Prices are typically in a range that prohibits purchases on the spur of the moment and motivates a potential beginner in turtle keeping to first acquire detailed information and the required basic knowledge. Personally, I know only of less than a dozen breeders of this subspecies in Europe so that newcomers will usually be placed on a waiting list. I also have so many requests that I can select those applicants who appear to be the most qualified ones.

Appearance

The presence of conspicuous black protuberances ("knobs") on the medial keel of the dorsal shell formed the basis of the name when CAGLE first described Graptemys nigrinoda nigrinoda in 1954, both for the scientific specific and its vernacular name in most languages. In females, these black elevations become increasingly pale and inconspicuous with age. Another eye-catching trait is the weakly orange loops on the scutes of the carapace. Hatchlings are initially light grey dorsally, but darken visibly within a few weeks. Over the years, the dorsal shell becomes even darker, until it shows a blackish grey that appears "dirty", often with a hint of olive. The ventral shell is cream in colours sometimes lightly pinkish yellow. The transversal sutures of the plastral scutes are marked with black bars, which fade with age in females. Males instead often develop greyish black plastral scutes as they grow older. The soft parts (limbs, head and tail) often exhibit a bright white to yellowish pattern of lines. The upper side of the head is marked with a Y-shaped figure. A light-coloured dot is often present posterior to the eye. Secondary sexual differences typically become recognizable at an age of about two years. From this point of time on, the females (which become sexually mature at an age at an age of five to seven years; [GLASER pers. comm., own obs.]) start growing ever larger while male specimens continue to add only very little to their size; they already mature at about three years of age (own obs.). Males have long claws on the front feet, and their tails are thicker and longer than that of a female. If the tail of a sexually mature male is stretched out, the cloaca will be situated about 1 cm behind the rear carapace scutes, but flush with them in a female.

 

Systematic position

Class: Reptilia (Reptiles)

Order: Testudines (Turtles)

Suborder: Cryptodira (Hidden-necked turtles)

Family: Emydidae (New World pond turtles)

Genus: Graptemys (Map turtles)

Species: Graptemy nigrinoda (Black-knobbed Sawback)

Subspecies: Graptemys nigrinoda nigrinoda (Northern Black-knobbed Sawback)

 

Distribution and natural habitats

Graptemys nigrinoda nigrinoda lives in the rivers Tombigbee, Black Warrior and Alabama (US states of Alabama and Mississippi). These rivers drain into Mobile Bay, where the distribution range of Graptemys nigrinoda delticola begins and where the ranges of these two subspecies overlap in an intergradation zone (IVERSON 1992, ERNST & LOVICH 2009).

This region is marked by hot summers with temperatures of 30 °C and more and winters with varying low temperatures and a distinct possibility of snow, ice and values below freezing (MÜLLER 1996). Climatic charts, like those found on the Internet (e.g., www.klimadiagramme.de), are therefore quite informative, as are reports containing field observations such as the write-up by SCHUZ (2001), who travelled in the natural habitats of various map turtles and pointed out the impressively intense lighting situations there.

Ecology

The points of origin of all species of Graptemys lie at about the same latitudes as Central Europe and North Africa. This results in summers and winters that determine seasonal periods of activity and low or no activity, respectively. The transition periods in spring and autumn are shorter in North America than in Central Europe, though. Owing to the fact that these transition periods are fairly unstable in the latter region, keeping these turtles in a garden pond is hardly safe. Map turtle are therefore best accommodated in a greenhouse or conservatory. The active season begins with the first warm days in spring. Attracted by the warmth of the sun, the turtles emerge from their hibernation quarters and hiding places. They bask, preferably on logs that have fallen into the water, in a quest to reach "operating temperature". Once the water temperatures have risen to 18-20 °C, Graptemysnigrinodanigrinoda will also resume feeding (SCHULZ 2001, MEINHARDT pers. comm., own obs.).

A typical day in the life of these turtles looks about as follows: Awakened by the first sunrays in the early morning the turtles emerge for basking. Once they have reached an adequate body temperature they will enter the water to forage for food, mainly feeding on small to very small invertebrates. They will then return to their basking sites. This sequence may be repeated several times in a day.

Mating may occur right after the winter period of dormancy. The females are able to store sperm transferred on this occasion for fertilizing all clutches in a year (KUCHLING 1999, HERTWIG 2001). Clutches of usually three to five eggs are produced several times throughout spring and summer, with up to eight having been recorded in human care (HERTWIG 2001, STETTNER 2005 [three clutches], own obs. [up to six]). Thus, the days pass to late summer and autumn. Singular mating events may then be observed again in autumn (HERTWIG 2001, ERNTST & LOVICH 2009). If the water temperatures drop to below l0 °C in winter, Graptemys nigrinoda becomes inactive (WATERS i974), with the period of activity in Graptemys nigrinodadelticola falling into the time between early April and late November (LAHANAS 1982).

 

My Experiences with Graptemys nigrinoda nigrinoda

It is not always easy to assemble a breeding group. I managed to acquire in 2006 three captive-bred specimens from 2005. These had been incubated at about 28 °C and, as expected, turned out to be all of the male sex. One of these turtles perished, but the remaining two today form part of my breeding group. During the course of the same year, I obtained two more specimens from a different breeder. They had been incubated at 30 °C and were females. The same source then afforded me the opportunity to take over a complete breeding group, consisting of one male and two females, in the summer of 2008. The adult male and my two small females were subsequently passed on to grateful turtle enthusiasts leaving me with a breeding group of 2,2 Graptemys nigrinoda nigrinoda.

Aquaterraria

The two males are housed together with a male Graptemys barbouri in a tank measuring 60 x 60 x 60 cm (length x width x height) with a water volume of about 200 litres (water level ca. 57 cm). The Graptemys barbouri male hardly takes any note of the other animals. On the other hand, the male Graptemys nigrinoda nigrinoda are often active together, and courtship behaviour (vibrating the claws) is occasionally seen. My observations have never suggested that one of the three turtles would be suppressed, nor have there been any diseases. The two adult females were initially accommodated in a tank of 150 x 60 x 60 cm in size (540 1 in volume minus the terrestrial section that ranges into the water; water level ca. 57 cm). It was, however, notable that the larger female was suppressing the smaller one, which made it imperative that another solution be found. The larger female therefore now shares the mentioned aquaterrarium with a female Graptemys barbouri (22 cm in carapace length). The two turtles are fully compatible and produce clutches of eggs on a regular basis. For her part, the smaller female now lives together with a four year-old female Graptemys ouachitensis sabinensis in another aquaterrarium without any problems being obvious.

Outfitting

The substrate consists of an about 2-3 cm layer of playground sand that was washed before use. The turtles love to root in the sand and occasionally ingest it in the process. Some 50% of the floor space are covered with natural rock tiles. These tiles have also been used for creating superstructures that enable the turtles to avoid each other if they wish to. The tiles are so heavy and large that the sawbacks cannot displace them. A branch of beech wood lies in the water and does not only serve to please the aesthetic needs of the human eye. It had been stored for two years prior to its use for this purpose. Releasing tannic acid on a constant basis into the water, it is meant to provide the turtles with protection from fungal diseases (SCHILDE 2004) and increase their feeling of safety by staining the water. With time, algae settle on the branch's surface, which the sawbacks will graze off together with the bark. Tap water is used for filling the tanks. It is exchanged to an extent of up to 90Yo every three weeks. Occasionally, but not with every water exchange, 2 g/l iodine-free cooking salt is added to the water for stabilising the electrolyte balance (SCHILDE 2004).

An island made of thick natural cork floats on the water surface as a basking spot. It is fixed so that it is always kept in its place under a UV-floodlight and large enough for all turtles of a tank to find a place for basking at the same time (and avoiding the hottest spot of the cone of light if they so desire). The aquaterraria are covered on top with a wooden box-like extension of about 35 cm in height. It prevents the turtles from escaping, especially in the area of the terrestrial part that serves as an oviposition spot. The box furthermore houses the timer-controlled illumination units. The aquaterraria of the females are each outfitted with a 160 W HQI flooder (Power Sun), whereas the tank of the males sports a 100 W flooder of the same make. These UV-heat emitters are mounted thus that they hang, beyond the reach of the turtles, some 30 cm above the cork island. This ensures that the basking spot is warmed to temperatures of about 45 °C right under the flooder. The turtles should be able to dry completely during basking as this eliminates the risk of fungal algal infections in particular. Light and warmth are furthermore conducive to shedding the uppermost layers of the scutes, which is necessary for an unimpeded growth. My observations showed that growing sawbacks shed older carapace scutes several times during their annual period of activity, i.e., u p to five times, depending on their growth rate.

Once they have become sexually mature, the uppermost layers will then only be shed once in summer. To enable the turtles to synthesize vitamin D3, properly, they are exposed to UV-B radiation by means of a permanently fixed lamp (comp. KOBER & GEISSEL 2006). The HQI flooders provide light for about half a day, whereas the remaining daylight hours are created with fluorescent tubes. It would surely be possible to have the UV-flooders running all day long, but in the face of ever-increasing electricity tariffs, this is a question of operating costs. Experience has demonstrated that the turtles learn to use the shortened periods for basking right then – which does not therefore subtract from proper husbandry condition. Keeping the sun- and light-hungry sawbacks without a UV-flooder and no opportunity for regular basking is, in my eyes, impossible, however.

The (cupboard-like) substructure of each tank houses the filters. I only use one type of filter, the Eheim Themofilter Professional 2224. It permits to set the desired water temperature by means of a controller so that a heating rod (with its inherent risk of breaking) in the tank becomes unnecessary and the amount of visible technology is reduced to a minimum. Its integrated heating unit is controlled with a timer so that it is activated only between 6.00 and 18.00 h. This management results in the water cooling by 2-4 °C at night, similar to the situation in nature.

Using one Eheim2224 per 250 l of water or part thereof ensures that the entire water volume of a tank is turned over and filtered at least once per hour. In total, 28 filters are employed for my l5 aquaterraria. A spare filter is always at hand for the case of a breakdown.

The suction pipe of each filter is mounted thus that basket at its tip is pressed slightly against a tile. This prevents the sawbacks from separating the basket from the suction pipe and accidents with inquisitive specimens that might stick the head into the pipe. Then be unable to extricate it against the suction power, and possibly drown as a result. The feeder pipe of the filter releases the water right back into the tank and so creates a distinct current. The filter chambers are filled with ceramic tubes, which in turn are covered with a coarse filter sponge. I would advise against using finer filter material for the keeping of aquatic chelonians, as it would certainly clog rapidly with the waste produced by these animals and substantially reduce the filtering capacity of the filter. The filters are cleaned as necessary and never at the same time when water is exchanged. It is important that a healthy population of bacteria is maintained in the filter so that it can perform in a manner similar to a miniature biological water purification plant. The terrestrial section a.k.a. oviposition site consists of a rectangular plastic container. It measures 55 x 35 x 30 cm and is affixed to the above-mentioned superstructure so that it is sunk into the water for some 70%. This ensures that its filling of sand is warmed a little by the surrounding water. One side of the terrestrial section is further heated by a 50 W spotlight that is switched on for about three hours over midday and so creates a localized hotspot. Moreover, a heating pad (6 W) is buried in an upright position in the sand and runs around the clock. As a result, the terrestrial section offers zones with various temperatures, enabling the females to choose from a range. The sand is always kept moist enough to clot and will not collapse when a nest pit is excavated. To enable the females to access the oviposition site, a sheet of cork has been mounted to form a ramp between the water and the terrestrial section.

Breeding

I firmly believe that a species-specific, varying and high-quality diet is essential for successful breeding. Graptemysnigrinoda nigrinoda takes only very small amounts of plant matter (ERNST & LOVICH 2009). This needs to be taken into consideration when turtle jelly is mixed or complied with by offering pellets rich in algae. The turtles will occasionally also bite off pieces from aquatic plants.

In the wild, the sawbacks have available wide variety of food items, depending on the season and exact habitat. This natural diversity is impossible to emulate all the time in captivity, and it is for this reason that I include types of food (always low in fat) that do not occur in the turtles' natural environment. By this, I ensure the required variety.

The females are fed on a daily basis – sometimes they receive a lot of food, but not too often, again in an attempt to recreate the situation in the wild. My observations indicate that it is particularly important to feed the egg-producing females in an optimal manner right to shortly before they begin to hibernate in order to build a proper foundation for the next oviposition period (comp. HERTWIG 2001). Males have a much lower food intake, which is not surprising considering their smaller body sizes. They are fed only every two to three days. I also do without supplementing the food for both sexes with vitamins, as I deem this measure unnecessary if their diet is composed properly.

The menu for my Graptemys nigrinoda nigrinoda includes crickets, roaches, grasshoppers, a wide range of beetles, caterpillars, worms, frosted and freeze-dried shrimps and Gammarus, furthermore small fish (frozen rudd, smelt, topmouth gudgeon; freeze-dried fish from the Asian supermarket), octopus, fowl meat, beef heart, giant mealworms (Zophobas), mealworms, flies and spiders, woodlice, snails and slugs, frozen pink mice, and many others more. When I go out to hunt native invertebrates, I always have an eye on not collecting protected species, and native amphibians are never collected for feeding, not at least because they are protected as well. I prefer to offer live feeder animals, but also use freeze-dried and frozen foods, the latter are of course first defrosted. Turtle jelly is a possible substitute, provided it is made after a thought-through, balanced recipe (e.g., SCHULZ 2001). The females always have cuttlefish shell at their disposal, which serves to satisfy their great need for calcium. It continues to amaze me just how much of the cuttlefish shell they consume.

My recipe for turtle jelly

 

Ingredients:

500 g beef heart

300 g octopus pockets

4 eggs, with shell, boiled

1/4 l low-fat milk

2 large cuttlefish shells, crushed

1 handful boiled natural rice

1 carrot of medium size

1/2 medium-sized horseradish with 2 leaves

1/2 apple

1 small banana

1 small handful of spinach leaves

½ red pepper with skin

Adding some beetroot lends the stirred mix an attractive colour. Only high-quality gelatine is used and mixed at twice the recommended concentration in order to produce a really solid mass.

 

Preparation:

Beef heart and octopus are minced. The resulting mass is briefly boiled in half a litre of water. The remaining ingredients, of course except the milk and gelatine, are also run through the mincer, then mixed with the milk, and thoroughly stirred. This gruel is then added to the meat and left to simmer at 90 °C for a few minutes. Once done, the gelatine, which has been prepared as per instructions, is added. Everything is mixed well once more, but kept from boiling. The still-liquid mass is then portioned by filling it into containers of the right size. It may also be cast on a baking tray, for example, cut into blocks of the required size once it has set and cooled, and then be wrapped in clingwrap. Once the turtle jelly has fully solidified, which is usually the case after 12 to 18 hours in a cool room, the blocks can be stored in the deepfreezer. It obviously needs to be defrosted slowly before used for feeding.

Besides dietary considerations, matching pairs is the next important factor, and it is not always easily resolved. Sometimes the male shows intentions to mount, but the female will not permit him to do so. At other times, the male specimens show no interest in their potential mating partners. It is typical for the females in my care that they will agree to copulation only once every year. This almost exclusively happens in unheated water and usually shortly after hibernation. However, I have also developed a routine that appears to be safer in my view and that can be applied prior to hibernation: In October, the water in the males' tank is exchanged, using cold tap water for refilling. The same is then done in the tank of the females. Following a waiting period of a few hours, the males are placed with the females, where they will immediately start courting them. The male turtles will swim in circles around their chosen females, occasionally emphasizing their intentions with vibrating claws. Copulation then involves a rather "solid" connection between the male and the female that persists for some 20 minutes. Initially, the female will remain lying quietly on the bottom, permitting the male to mount. After a while, however, the female will start swimming through the aquaterrarium, towing the attached male with her, and force the connection to break by fast and agitated movements. Now, something unusual can be seen: the exposed penis looks like the flower of a field bindweed, save for its dark blue to dark greyish black colour, and shows elegant movements that resemble a jellyfish in the current of the sea. This display does not last long, though, and ends when the penis is eventually retracted into the cloaca of the male's tail.

Provided the sawbacks were awakened from their hibernation around mid-February my two females produce eggs between March and July. Oviposition events are heralded two or three days prior when the female moves from the water to the terrestrial section. A potential laying spot is first examined and rechecked once or twice or even up to six times. Oviposition eventually takes place in the early morning or late in the afternoon. If the sand is not moist enough and therefore not in an optimum condition for excavating a nest pit, the female will moisten the selected spot with fluid from her anal bladder. She will then excavate a pit of 12-15 cm in depth with her hind legs. Once she has laid her eggs, she will reuse the excavated sand to refill the pit with her front and hind legs. The surface is finally smoothed by the female sliding on her ventral shell over the closed pit. The entire process of oviposition, including closing the nest pit, does not even take an hour in the females in my care. However, no person may be present in the room, which makes observing these events rather challenging.

The soft-shelled eggs are then recovered and carefully freed of adhering substrate. They weigh about 14-16 g and are some 35-40 mm long. One of the two incubators used is set to a temperature of 26 and the other to 30 °C. Incubated at 26 °C, the hatchlings emerge after 78-83 days and are certainly of the male sex. Eggs that are incubated at 30 °C hatch after only 58-62 days and yield female turtles. These incubation temperatures are a failsafe method of determining the sex of the offspring. I cannot, however, as yet state where exactly the vertex point lies; as far as other species of Graptemys are concerned, BULL et al. (1982) and EWERT& NELSON (1991) suggested 29.0-29.5 °C. I always incubate these eggs at a constant temperature, i.e., without decreasing nightly values. Vermiculite is used as a substrate. It is soaked in water and then squeezed out so that it forms a moist mass. It is then filled into a rectangular freezer tubs until these are about four fifths full. I take care that tub and filling make up quite exactly 450 g so that the subsequent loss of moisture can be quantified and compensated by remoistening.

A small depression is made into the surface of the vermiculite so that every egg can be placed there, without changing its original positions, and be buried for about one third. This is done by handling every egg individually. A small paintbrush is used to carefully plane and slightly compact the surface of the vermiculite so that the eggs hale proper contact with it.

It just takes a day or two for a white blotch to appear on the upper side of the egg and subsequently spread all over it, which indicates that it is fertile. The originally translucent egg so turns into a truly white opaque one. Infertile eggs take on a glassy amber colouration, start collapsing, and need to be removed. The incubator is checked every five days. The vermiculite is remoistened if and when necessary, and the water in the designated bow in the incubator is replenished to guarantee a constantly high level of humidity.

A number of experiments have shown that the procedure described afore works best for me. I have noted, however, that not every clutch of eggs develops exactly in the same manner, even if the conditions are identical. The eggs from the smaller female are much easier to incubate successfully than those from the larger female. For example, some clutches from the latter consist of eggs that are prone to inflating. While soft-shelled eggs are supposed to absorb moisture, i.e., water, they are certainly not supposed to balloon in the process. If this happens nevertheless, I found you could prick them carefully with a very sharp pin, which will reduce the pressure inside. I have used this method with success on several occasions, but it does obviously not remedy the actual cause, i.e., the excess moisture.

Hatching of the baby turtles begins with a cut appearing in one of the tips of the egg, which the hatchling makes with its egg tooth. It may now take several days until the baby turtles actually leave their eggs. I let them take their time and do not manipulate the eggs. Ideally, the yolk sac sticking out from the plastron of the hatchling will be almost fully used up. If the yolk sac is still too large, the affected hatchlings may die. To me, oversized yolk sacs are an indication of inadequately high moisture levels during incubation, which caused the hatchlings to emerge prematurely from their eggs. In such a case, it helps to bury the babies slightly in vermiculite and leave them in the incubator until they have resorbed the remaining yolk. This point of time has come when the baby turtles begin to walk about. When the baby sawbacks are ready to be removed from their incubator, I first place them into small cricket boxes with ventilation holes that are filled to a level of about 5 mm with water. These boxes are then closed with a lid and placed in a spot that is no too brightly illuminated and offers a temperature of 28 °C. The water used originates from the tanks of the adults, which serves the purpose of exposing the juveniles to the bacterial fauna present there so that they can pick it up to the benefit of their own intestinal flora (SCHULZ pers. comm.). Possibly still existing remains of the yolk sac will now be resorbed within the next 24-48 hours, and the baby turtles start feeding. They are now transferred to small nursery tanks with water about l0 cm deep.

These tanks are outfitted with a small pyramid made from natural rock onto which they can climb and exit the water, a few aquatic plants, and a small cork island. Their water is kept at a temperature of 28-30 °C by means of an aquarium heater. The baby turtles are excellent swimmers right from the start.

They are fed with mosquito larvae, daphnia, small earthworms, Gammarus and flies, for example. It is remarkable what and how much food they can take in. Food is offered twice every day at amounts that can be consumed without leftovers. After just ten days, the juveniles will eat everything the adults also eat, only that it sometimes needs to be cut up to fit into the mouth. A few days later, the babies are transferred to a larger nursery tank. It only takes a short while for them to adapt to even deeper water.

At three weeks of age, the skilled swimmers then move into a fully decorated aquaterrarium of 250 l in volume where the water level is 60 cm. This is also the point of time when they can be passed on to interested and qualified keepers of aquatic chelonians.

Hatching weights range from 9 to 12 g, at which time the 35-40 mm dorsal shell is still almost circular in outline. The navel slit will have become invisible after a few weeks, which is also when the initially soft and flexible shell has hardened and rigidified substantially.

Hibernation

The Graptemys nigrinoda nigrinoda in my care hibernate in the unchanged conditions of their aquaterraria in my turtle cellar. Water temperatures are reduced to 20-22 °C by mid-October, with nightly decreases by another 4 °C at maximum. This is also the point of time when feeding them ceases. Around the beginning of November, the water level is reduced to about shell height. Filters and heating are switched off, and the heating thermostat for the room is set to zero. The lights remain on for six hours every day for a week. The windows are left open to reduce temperatures even further and will range around 10-12 °C two weeks later. The animals will by then have become very lethargic. Temperatures will then typically decrease to about 4 °C. The thermostat-controlled room heater will safeguard the cellar against freezing, though.

Some turtles spend this period in the water, while others will position themselves thus that some part of the body is on land, and yet others leave the water completely and will lie on a rock, for example. These positions are not static, though, and changed every now and then. The tanks and turtles are checked every five days with the aid of a weak torchlight until mid-February.

Mid-February is the time when the room heater is reactivated so that the environment warms up slowly. Lighting is once more provided for six hours every day. The spotlights are now of particular importance as they provide opportunities for basking. The water levels are gradually raised a few days later. The filters and integrated heaters are switched back on simultaneously.

About ten to twelve days later, room and water temperatures have been restored to around 20 °C. The turtles will by then have regained their appetite and are offered, for example, Gammarus or earthworms as first food. Their active period of the year begins between early and mid-March.

Diseases

Aside from damage to the keratinized top layer of the shell of the smaller female, the cause of which has remained an enigma to me, I do not have to report on any other injuries or health problems. The mentioned injuries to the shell healed without medical assistance.

Co-inhabitants

The aquaterraria also house guppies and suckermouth catfish during the active part of the year. The guppies feed on small remains of food left behind by the turtles and so prolong the operational life of the filters. As long as the fish are fit, they can easily avoid the turtles, and if not, they turn into a complementary quite natural source of food. For their part, the catfishes keep rocks, roots and the glass panes clean. The fish are not fed in addition.

Summary

Graptemys nigrinoda nigrinoda is a very pretty and interesting aquatic turtle from North America that grows only to a relatively small adult size. It is a terrarium animal that can be recommended to both the experienced turtle enthusiast and the educated beginner. Prices are still reasonable. Its wild populations are threatened by overbuilding of their natural habitats. Keeping in human care may therefore contribute to conserving the total population. As far I am concerned, I would be pleased to see the circle of Graptemys keepers grow over the next years. Promotion to the end is what forms a large part of my work.

References

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EWERT, M. A. & C. E. NELSON (1991): Sex Determination in Turtles: Diverse Patterns and Some Possible Adaptive Values. – Copeia, Lawrence, 1991 (1): 50-69.

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LAHANAS, P. N. (1982): Aspects of the life history of the southern black-knobbed sawback, Graptemys nigrinoda delticola FLOKERTS and MOUNT. – Auburn (Master’s Thesis, Auburn Univ.), 293 pp.

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WATERS, J. C. (1974): The biological significance of the basking habit in the black-knobbed sawback, Graptemys nigrinoda Cagle. – Auburn (Master’s Thesis, Auburn Univ.).

Author & Photographs

Ewald Roddewig

Birkenweg 11

85406 Zolling

Germany

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