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Zolling, der 16.Januar 2014 (letzte Überarbeitung)                                                          

Hallo, Liebe Schildkrötenfreunde

Auf dieser Homepage möchte ich von den von mir gepflegten

Wasserschildkröten berichten. Angefangen hat alles, was mit

Schildkröten zu tun hat, bei mir erst mit 56 Jahren. Vorher wäre

dieses aus Zeitgründen auch  nicht möglich gewesen. Wenn

ich etwas beginne, dann wird es fast immer sehr intensiv. Das

ergibt sich von ganz alleine, ob ich will oder nicht. Und so

Pflegen ich nun zwölf  Arten oder Unterarten.

Diese Wasserschildkröten stammen  alle aus den Südstaaten

Nordamerikas. Und weiter haben ich darauf geachtet, solche

auszuwählen die recht klein bleiben und auch friedliche Pfleglinge

sind. Für welche Arten ich mich nun entschieden habe, können Sie dem Register entnehmen.

Angefangen hat alles damit, dass meine Tochter an Wasserschildkröten Interesse hatte. Und so haben wir uns Bücher besorgt, um uns Sachkundig zu machen. Wir sind dann zu dem Entschluss gekommen, uns die südliche Wasserschildkröte, als Mitbewohner ins Haus zunehmen. Es ist ja ganz einfach "DENKSTE“, man richtet sich ein Terrarium ein und geht in ein Zoofachgeschäft und holt sich die Chrysemys picta dorsalis. Aber da erfährt man dann, dass es wegen einer möglichen Faunenverfälschung keine Einfuhr in die EU mehr gibt. Es dürfen innerhalb der EU nur noch Nachzuchten mit Herkunftsnachweis weitergegeben werden. Nun macht man sich weiter kundig und muss erfahren, dass es nur ganz wenige Züchter von Chrysemys" Zierschildkröten" in Deutschland gibt. Ja, wie findet man diese Schildkrötenfreunde nun? Wir sind ins Internet gegangen und haben gesucht. Hier haben wir dann die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde gefunden. Da haben wir  Angerufen und um weitere Auskunft gebeten. Ja, da wenden sie sich doch an unseren Schildkröten-Experten "Andreas S. Hennig", war der Rat der Dame am Telefon. Von ihm hatten wir schon zwei Bücher gekauft. Wir haben angerufen! Inzwischen bin ich Mitglieder bei der D.G.H.T.-Arbeitsgemeinschaft Schildkröten und im Arbeitskreis Schmuckschildkröten. Andreas kenne ich mittlerweile persönlich. Er hat uns vom ersten Tag an, immer freundlich und fachkundig geholfen .Wie auch alle weiteren Schildkröten-Freunde, mit denen ich in den letzten Jahren zu tun hatten.

In meinen Haltungsberichten werde ich so wenig wie möglich Fremdwörter verwenden. Also wenn ich vom Bauchpanzer spreche, dann bleibt es der Bauchpanzer und wird nicht das Plastron. Bei den Schildkrötenarten werde ich dann doch den wissenschaftlichen Namen verwenden, denn für diese gibt es oft gar keinen brauchbaren deutschen Namen. Auch werden sie in der Literatur, oft nur den wissenschaftlichen Namen finden. Weiter werde ich auf diesen Seiten auch nur über Arten schreiben, die von mir gehalten werden. Halt die Erfahrungen, die ich mit den Tieren gemacht haben, an Sie weiter geben.

Ein Hinweis, meine Tochter hat inzwischen, die Haltung und Pflege von Schildkröten Aufgegeben.

Nach dem sie selbst zwei Kröten (Flora Marie & Magnus Ole) auf die Welt gebracht hat, blieb für Schildkröten keine Zeit mehr.

Zolling, 16.Januar 2014 (letzte Überarbeitung) 

Einleitung

Schildkröten gibt es seit gut 220  Millionen Jahren. In dieser Zeit haben sie sich vielerlei Eigenschaften angeeignet, mit denen sie es geschafft haben bis in die heutige Zeit zu überleben. Es gibt etwa 300 Arten, mit Unterarten etwa 500, über alle Erdteile hinweg  verstreut. Und es sind Wildtiere, die auch immer Wildtiere bleiben werden. Wir, die Menschen, nehmen ihnen aber immer mehr von ihrem natürlichen Lebensraum. So sind Arten vom Aussterben bedroht. Hier wird es dann oft schon zur Bestands und Arterhaltung, unser Hobby. Wichtig ist das wir die Tiere Artgerecht halten. Um dieses so gut wie nur möglich zu tun, müssen wir uns mit ihren natürlichen Lebensraum befassen. Wenn wir dies tun, erfahren wir eine ganze Menge, über die richtige Pflege der Tiere. Immer vorausgesetzt wir ziehen die richtigen Schlüsse aus den so Erfahrenen. Wir sollten aber immer darauf achten, nur Nachzuchten in unseren Bestand aufzunehmen. Ja und dann ist es ganz wichtig, sich mit Gleichgesinnten zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Man geht zu Reptilien -Veranstaltungen oder auch zu Schildkrötenstammtischen. Irgendetwas gibt es immer in unserer Nähe. Oder man wird Mitglied bei der D.G.H.T. Regionalgruppen oder den jeweiligen Arbeits-Gemeinschaften. So kommt man zu Vorträgen oder zu Fachzeitschriften usw. Und ganz wichtig man kommt mit gleichgesinnten Reptilienfreunden zusammen mit denen man seine Erfahrungen austauschen kann.

 

Immer mehr gibt es die extremen Tierschützer die die Haltung von Wildtieren ganz Verbieten möchten. Hier wird fast immer, mit Unwissenheit und falschen Fakten argumentiert. Und leider gibt es die vielen sensationshungrigen Medien, die dieses ungeprüft übernehmen und veröffentlichen. Leider ist es aber auch so, dass es Tierhalter gibt, die ihre Tiere nicht Artgerecht halten und pflegen. Auch das ist verwerflich und abscheulich. Der Gesetzgeber sollte die Haltung von Wildtieren, nur mit einem Sachkundenachweis erlauben. Hier müssten dann aber auch die entsprechenden  Schulungen angeboten werden. Das alles sollte dann aber auch Bundeseinheitlich sein. Und nicht jedes Bundesland sollte, wie bei der Schulbildung, sein eigenes Süppchen kochen. Besser noch wäre, ein einheitliches E.U. Recht. Übrigens, ich habe den Sachkundenachweis im Reptilieum/Landau-Pfalz mir hart erarbeitet. Der Lehrgang mit Prüfung, wurde von der D.G.H.T. angeboten und durchgeführt.

Eins noch zu den Tierschützern.  So das man mich hier nicht Falsch versteht. Ich habe überhaupt nichts gegen die echten Tierschützer. Ihre Arbeit ist wichtig und lobenswert. Ich tue mich nur schwer mit den extremen Tierschützern, die kommen mir immer so vor wie viele unserer Politiker. Sie reden von Allem und Vielen, ohne jede detaillierte Sachkenntnis. Aber sie glauben immer das Recht, ist auf ihrer Seite.

Noch eins liebe Leser, die Rechtschreibung und der Schreibstil, das ist eine meiner ganz ganz  Großen Schwächen. Ich hoffe sie sehen ein wenig darüber hinweg. Bis etwa zu meinen 35 Lebensjahren hätte ich mich nicht getraut (aus Scham) für Sie hier zu Schreiben. Zum Glück für mich (einen Legastheniker) haben sich die Zeiten geändert, man ist Verständnisvoller geworden und mein Selbstvertrauen ist gewachsen.

Außerdem werden die Rechtschreibehilfen an solch einem Rechner immer besser.

Sollten Sie das Datum, über den Beiträgen ein wenig Verwirren, es ist immer das Datum von dem Tag, an den ich den Beitrag das letzte Mal Überarbeitet habe.

Nun, aber liebe Schildkrötenfreunde, wünsche ich viel Freude beim Lesen dieser Seiten. Vor allem, dass Sie von unseren Erfahrungen etwas für sich verwenden können.

Sollten sie aber feststellen, nach nur kurzer Zeit, dass Sie von all dem von dem von mir hier Berichteten gar nichts abgewinnen können, im Internet gibt es viele Web-Seiten dieser Art.

Einfach weiter Klicken.

Gruß  Ewald Roddewig

Michael Ende und die Schildkröten

Man hat mich das Öfteren gefragt, warum fast in jedem meiner Bücher eine Schildkröte vorkommt. Ich muss zugeben, dass mir diese Tatsache selbst erst durch die Frage auffiel.

Eigentlich hat sich die jeweilige Schildkröte (Uschaurischuum, Morla, Kassiopeia, Tranquilla usw.) ganz von selbst eingestellt, ohne meine Absicht. Aber vielleicht können einige Hinweise auf die Bildersprache der Mythen und Märchen die Frage beantworten. In der Weltmythologie wimmelt es ja geradezu von Schildkröten. Der Noah der nordamerikanischen Indianer z.B. rettet sich nicht in wie der biblische in einem Schiff, sondern auf dem Rücken einer riesigen Wasserschildkröte mit seiner Familie über die Sintflut. Im indischen Mythos seht die Welt auf dem Panzer einer kosmischen Schildkröte. Wenn man das I-Ging, des chinesische "Buch der Wandlungen", aufschlägt ,so wird man finden, dass die 64 Ur-Hexagramme von denen wie es heißt, alle Schriftzeichen abstammen, von einem vorgeschichtlichen Weisen aus den Mustern auf den einzelnen Platten eines Schildkrötenpanzers abgelesen worden sind.( Wer Momo gelesen hat, wird sich hier vielleicht an Kassiopeias Mitteilungshinweise erinnert fühlen.) Die Beispiele sind fast beliebig vermehrbar.

Was mir persönlich an Schildkröten (ich spreche hier von der mediterranen Landschildkröte) so besonders sympathisch ist, das ist

1.Ihre vollkommene Nutzlosigkeit.

Schildkröten haben weder Freunde noch Feinde in der Natur (außer dem Menschen, versteht sich, der ja inzwischen der gefährlichste Feind aller Kreatur geworden ist "natürlicher" Feind.) Sie nützen niemand und sie schaden niemand. Sie sind einfach da. das scheint mir in einem Weltbild wie dem gegenwärtigen, in dem alles in der Natur vom Nützlichkeitsstandpunkt aus erklärt wird, eine bemerkenswerte und tröstliche Tatsache.

2.Ihre Bedürfnislosigkeit.

Schildkröten können von fast nichts existieren. Täglich ein paar Blättchen, damit kommen sie über Wochen und Monate aus.

3.Ihr Alter.

Ich meine damit nicht nur, dass sie im Einzelnen sehr alt werden können, sondern das Alter ihrer Spezies. Es hat sie schon gegeben, als der Mensch noch in Abrahams Wurstkessel schwamm, und es wird sie noch geben, wenn wir längst wieder abgetreten sind.

4. Ihr Gesicht.

Haben sie einer Schildkröte schon einmal direkt ins Gesicht gesehen?

Sie lächelt, sie scheint etwas zu wisse, was wir nicht wissen.

5.Ihre Form.

Ihre Form das ist der am schwersten zu erklärende Punkt, weil er dem gegenwärtigen Denken ungewohnt ist. Wenn man eine Schildkröte einmal nicht automatisch, sondern symbolisch betrachtet, also das ins Auge fasst, was ihr Gesicht ausdrückt, dann hat man es eigentlich mit einer wandelten Hirnschale aus Horn zu tun. Die Hirnschale spielt in den Mythen der Welt ebenfalls eine bedeutsame Rolle. Nach der Edda wurde das gestirnte Himmelsgewölbe des Ur-Eisriesen gebildet. in der Hirnschale befindet sich die Fontanelle, eine kleine Öffnung nach oben, die eine kleine Weile offen bleibt, und sich dann nach und nach schließt. Das ist die Erinnerung des physischen Leibes, so sagen es einige Quellen des alten Wissens, an eine Urzeit, in der dies Fontanelle des Menschen sein Leben lang offen blieb. An dieser Stelle befand sich ein Organ(man kann seine eigentümliche Form noch jetzt an allen Buddha-Statuen als "Frisur" sehen).mit dem der Mensch wie träumend über die Welt von Raum und Zahl hinaus, also jenseits des Himmelsgewölbes wahrzunehmen vermochte. Die Indianer nennen es den "tausendblättrigen Lotos". Vielleicht sind sogar unsere Königskronen noch eine, inzwischen unbewusste Nachbildung dieses Organs. Bei den Schildkröten ist die Schale geschlossen. Das denkende Ich ist mit sich allein und wird sich seiner selbstbewusst.

*Mit anderen Worten sie trägt ihre eigene kleine Zeit in sich*.